So nutzt du die Krise als Chance

So nutzt du die Krise als Chance

Seit Wochen beherrscht ein Thema weltweit die Medien – COVID-19. Ein Virus, das unser aller Alltag verändert und zu viele Menschen negativ beeinflusst hat. Die Frage, die sich jetzt viele stellen, ist, wie wird sich unsere Welt verändern, wenn wir all dies überstanden haben und wieder langsam zur Normalität zurückkehren können?

Mit Sicherheit werden wir uns zunächst vornehmen, unsere Eltern wieder häufiger zu besuchen, unsere Freizeit intensiver zu genießen und vielleicht auch unsere Finanzen stärker im Blick zu haben. Krise kommt aus dem griechischen und steht für Trennen – es gibt also immer ein Davor und ein Danach. 

Denn diejenigen, die das die letzten Jahre vernachlässigt haben, stehen momentan möglicherweise vor ganz neuen Herausforderungen. Wenn plötzlich aus der Vollzeitstelle ein Job mit Kurzarbeit wird oder Aufträge komplett wegbrechen, können Existenzen bedroht sein. Mit 2,35 Millionen Menschen in Kurzarbeit rechnet die Bundesregierung in diesem Jahr – doppelt so viele, wie nach der Finanzkrise. Viele von uns müssen wieder neu Orientierung finden und sehen sich vielleicht das erste Mal vor finanziellen Schwierigkeiten. Wenn auch du dich bisher noch nicht um deine Finanzen gekümmert hast, dann lass dir sagen, dass es dafür noch nicht zu spät ist, um aus der Krise eine Chance zu machen.

Ein finanzielles Polster schaffen

Vom Notgroschen hat uns die Oma schon erzählt – trotzdem legt jede dritte Person in Deutschland nichts beiseite. Warum ein Notgroschen wichtig ist, sieht man an der aktuellen Situation. 

Eine Faustregel besagt, man solle mindestens drei Nettomonatsgehälter auf der hohen Kante haben. Das bedeutet, wer 2.000 Euro netto verdient, sollte 6.000 Euro an Ersparnissen haben. Das klingt am Anfang erst einmal erschreckend viel. Es gibt aber Tricks, wie man es dennoch schaffen kann.

Wofür gibst du dein Geld aus?

Zunächst einmal gilt es herauszufinden, wohin das Geld jeden Monat verschwindet. Die Kosten für unsere Miete haben wir schnell parat, danach wird es meist dunkel in unserer Wahrnehmung. Finde also heraus, welche Ausgaben du monatlich wirklich hast: Was gibst du jeden Monat für Lebensmittel aus? Was kosten dich regelmäßige Ausflüge? Welche Versicherungen besitzt du eigentlich? Gibt es vielleicht noch eine alte Handyversicherung, die du nicht mehr brauchst?

Bewusster werden

All diese Ausgaben gilt es zu benennen und zu beziffern. Das heißt: Ganz klassisch Haushaltsbuch führen und alles notieren! Danach wird der Rotstift angesetzt und alle unnötigen Ausgaben werden gestrichen. Das Aufschreiben erfüllt übrigens noch einen anderen guten Zweck: Du gehst ab sofort automatisch bewusster mit deinem Geld um. 

Tipp: Hier kann die aktuelle Situation vielleicht helfen, da Kosten für den Restaurant- oder Kinobesuch erst gar nicht anfallen.

Die meisten Deutschen, die nicht sparen, geben übrigens an, dass ihnen am Monatsende nichts mehr übrig bleibt. Weil es mir früher genauso ging, habe ich angefangen am Monatsanfang zu sparen. Sobald mein Gehalt eingegangen ist, wurde am nächsten Tag ein Teil davon per Dauerauftrag auf mein Tagesgeldkonto überwiesen.

Viele sind sich darin unsicher, wie viel sie denn monatlich sparen sollen. Hier sind sich Finanzexperten einig: Mindestens 10 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens sollten es sein. Wer 2.000 Euro netto verdient, spart also mindestens 200 Euro davon. Wenn das für dich zu viel erscheint, kannst du dich auch langsam herantasten: Fang mit 50 oder 100 Euro monatlich an und steigere dich jeden Monat um 20 weitere Euro. So hast du nicht das Gefühl, dass du deinen gesamten Lebensstil umwerfen musst. Spoiler an dieser Stelle: Das bedeutet Sparen auch grundsätzlich nicht. Vielmehr lernst du so, dein Geld bewusster auszugeben.

Tipp: Wenn du dich an diese Formel hältst, hast du dir innerhalb von zweieinhalb Jahren ein finanzielles Polster aufgebaut, das dich in der nächsten Krise weich auffängt. 

Über die Autorin:

Margarethe Honisch ist Gründerin des Blogs Fortunalista, auf dem sie Frauen für das Thema Finanzen begeistert. Der Blog ist eine Inspiration und Motivation für alle Frauen, denen das Thema Finanzen zu spröde und die Altersvorsorge zu weit weg erscheint.

Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, diesen Beitrag zu lesen. Wir sind hier, um dich so gut es geht in dieser schweren Zeit zu unterstützen. Hast du Fragen oder Anregungen? Wir sind für dich da. Schreib uns einfach!

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