Was ist Money Management?

Was ist Money Management?

Wer kennt es nicht, der Monat ist erst zur Hälfte rum, doch der Kontostand zeigt eine gefährlich niedrige Zahl. Doch sowas lässt sich vermeiden. Der Schlüssel: Gutes Money Management. 

Was genau ist Money Management?

Money Management, oder auch Geldmanagement, ist nichts weiter, als die Verwaltung des Geldes, das dir zur Verfügung steht. Klingt einfach, ist es im Grunde auch. Doch viele von uns setzen sich entweder gar nicht mit ihren privaten Finanzen auseinander, oder verbringen viel zu wenig Zeit damit. 

In einer repräsentativen Forsa-Befragung im Auftrag der Schufa gab gut ein Drittel der Befragten an, dass sie Money Management gar als “anstrengend” empfinden. Fast genauso viele gaben aber auch an, dass sie sich bei ihren eigenen finanziellen Entscheidungen unsicher fühlten. Dabei kann euch schon ein bisschen Organisation in euren Finanzen dabei helfen, Ausgaben zu vermindern und sogar ein finanzielles Polster aufzubauen. 

Warum ist es wichtig deine Einnahmen und Ausgaben gut zu strukturieren?

Da die allerwenigsten von uns Millionäre sind müssen wir unsere finanziellen Grenzen kennen. Genau dabei hilft uns Geldmanagement. Geldmanagement bedeutet jedoch mehr, als nur Grenzen für Ausgaben setzen zu können. 

Das Wissen darum, wie viel Geld pro Monat auf dein Konto fließt und wie viel davon wieder weiterüberwiesen werden muss, erlaubt dir fundierte Entscheidungen zu treffen. Du erhältst Überblick, wie es um deine finanzielle Sicherheit steht. Dank einer guten Organisation von Einnahmen und Ausgaben sicherst du nicht nur deine Zahlungsfähigkeit, sondern kannst meistens auch dann Ersparnisse aufbauen, wenn du glaubst, dass das Geld eigentlich nicht dafür reicht. 

Was ist notwendig, um deine Ausgaben zu reduzieren und deine Einnahmen zu erhöhen?

Zu Beginn einer jeden guten Finanzplanung steht eine Diagnose des aktuellen Zustands deiner Finanzen. Um Ausgaben reduzieren zu können, musst du erstmal wissen, welche Ausgaben du hast. Gleiches gilt für deine Einnahmen. 

Schau dir daher all deine monatlichen Einnahmen und Ausgaben genau an. Sei dabei so gründlich, wie nur möglich. Das Ziel dieser Übung ist es nicht am Ende eine schön aussehende Bilanz vorweisen zu können, sondern ein möglichst realistisches Bild deiner finanziellen Situation zu zeigen. 

Kategorisiere Einnahmen und Ausgaben in einzelnen Positionen und stelle sie gegenüber. Das kannst du zum Beispiel in einer Tabelle auf einem Blatt Papier machen oder digital in einer Excel Tabelle mit zwei Spalten. 

Dann geht’s ans ausrechnen. Wie viel Geld bleibt übrig, wenn überhaupt? Wohin geht das meiste Geld jeden Monat? Was sind deine laufenden Kosten? Kannst du bei Einnahmen und monatlichen Ausgaben Optimierungsmaßnahmen treffen und Geld sparen? 

Sobald du alles schriftlich vor dir liegen hast, werden sich wahrscheinlich die ersten Felder deiner privaten Finanzen herauskristallisieren, an denen du arbeiten kannst. Um deine persönlichen Finanzen wieder im Griff zu haben und deine finanziellen Ziele erreichen zu können, braucht es Planung. Du weißt nun, wie es um deine Konten und deinen Geldbeutel steht. Nun geht es darum, wo du am Ende hinkommen möchtest. Was sind deine finanziellen Ziele? 

Für die Planung deine Ziele kannst du zum Beispiel das SMART-Prinzip nutzen. Im SMART-Prinzip steht jeder Buchstabe für ein Merkmal deiner Zielsetzung: 

S = Spezifisch

  • Was genau möchtest du erreichen? Sei spezifisch, möchtest du z.B. deine Ausgaben verringern oder deine Ersparnisse aufbauen? 

M = Messbar

  • Messbarkeit ist das A und O jeder Zielsetzung. Du kannst dein finanzielles Ziel nicht erreichen, wenn du es nicht messen kannst. Ein Beispiel für ein messbares Ziel wäre, ich möchte 10.000 Euro auf meinem Sparkonto haben. 

A = Aktionsorientiert

  • Aktionsorientiert bedeutet zu hinterfragen, welche Schritte du ganz konkret gehen kannst, um dein gestecktes Ziel zu erreichen. Zum Beispiel, du kündigst Abonnements, die du nicht brauchst oder du legst jede Woche 20 Euro beiseite.

R = Realistisch

  • Milliardäre werden dir sicher sagen wollen, DREAM BIG. Aber für Ottilie Normalverbraucher lohnt es sich im realistischen Rahmen zu bleiben. Wenn du monatlich 3.000 Euro verdienst, kannst du zwar auf eine Million auf dem Sparbuch hinarbeiten. Es bleibt allerdings übersichtlicher, wenn du in realistischeren Schritten gehst. 

T = Terminiert

  • Setze dir eine Frist, bis wann du dein Ziel erreicht haben möchtest. Bleibe auch hier realistisch, um Enttäuschungen zu vermeiden. 

Sobald du dein Ziel gesteckt hast, fängt die Arbeit erst an. Es gibt viele Methoden des Money Managements. Wir wollen uns hier auf das Kontenmodell konzentrieren. 

Das Kontenmodell des Money Managements – Wie stellst du deine Konten optimal auf?

Das Kontenmodell, manchmal auch Töpfer-Methode genannt, ist eine einfache Methode um deinen Geldfluss zu regulieren und Rücklagen aufzubauen. Dabei setzt du mehrere Unterkonten für genau vorbestimmte Zwecke auf. Somit hat jedes Konto seine eigene Aufgabe. Am Anfang des Monats überweist du den benötigten Betrag auf jedes Unterkonto. 

Ein einfacher Aufbau verschiedener “Töpfe” könnte dann zum Beispiel so aussehen:

Hauptkonto:

Das ist das Konto, auf das dein Gehalt fließt und von dem deine Fixkosten und Ausgaben des täglichen Lebens abgehen. Du kannst aber auch ein weiteres Unterkonto, zum Beispiel für deine Wohnungskosten oder all deine Fixkosten, anlegen. 

Unterkonto 1: Vermögensaufbau 

Auf dieses Konto überweist du am Anfang des Monats deine geplante Sparrate. Jeden Monat, ohne Ausnahme. Deshalb ist es wichtig, dass du dir ein realistisches Sparziel setzt! Du könntest mit 5% deines Einkommens anfangen und dich langsam an 10% deines Einkommens herantasten. Wichtig ist, dass dieses Konto unberührt bleibt.

Unterkonto 2: Konsum

Hier kannst du Geld ablegen, das du für eine größere Investition brauchst. Wenn also deine 10 Jahre alte Waschmaschine immer öfter deine Socken frisst oder dein Kühlschrank lauter brummt als er kühlt, ist dieser Topf wie gemacht für dich. Aber auch ein lange ersehnter Urlaub könnte hier seinen Anfang finden. Hier darfst du erst an das Geld, wenn das Sparziel erreicht ist und der Kauf ansteht. 

Unterkonto 3: Notgroschen

Ein Konto für ungeplante Ausgaben und Notfälle. Wenn deine Versicherungspolicen eine Selbstbeteiligung aufweisen, kannst du dich zum Beispiel an dieser Summe orientieren. So wirst du niemals von einer großen Ausgabe überrascht. Auch hier ist es wichtig das Geld wirklich nur für Notfälle zu verwenden. Sonst hat dieses Konto wenig Sinn.

Unterkonto 4: Spaßkonto

Jeder sollte auch mal etwas für sich tun. Ein Restaurantbesuch, ein extravagantes Kleidungsstück oder ein Besuch im Kino oder Theater, dafür ist dieses Konto da. Jeden Monat setzt du dir hier eine Grenze für Entertainment. Dafür darfst du dieses Konto aber auch jeden Monat leerräumen!

Wir hoffen, dass dich der Einblick in das Kontenmodell dazu motiviert dir mehr Gedanken über deine Finanzen und deine finanzielle Sicherheit und Zukunft zu machen. Es lohnt sich! 

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