Was ist Money Mindset?

Was ist Money Mindset?

In der Idee des Money Mindset finden Geld und Spiritualität – zwei Dinge, die für die meisten Menschen erst einmal nichts miteinander zu tun haben – zusammen. Was verbirgt sich hinter dem Begriff, der oft als eine Voraussetzung interpretiert wird, um in einem finanziell entspannten Leben ohne Geldsorgen anzukommen?

Money Mindset – Was ist das?

Der Begriff Mindset lässt sich mit Denkweise, Mentalität, Einstellung oder Geisteshaltung ins Deutsche übersetzen. Das Money Mindset bildet also bewusste und unbewusste Einstellungen zu Geld ab. Damit wird Geld weniger als ein fester Zustand von „haben“ oder eben „nicht haben“ betrachtet, als vielmehr eine veränderbare Einstellung, die letztlich Auswirkungen auf die finanzielle Lebenssituation hat.

Geld & Spiritualität

Für viele Menschen passen intuitiv die Begriffe Geld und Spiritualität nicht zusammen. Das hat auch kulturelle Gründe: So scheinen Geld und Geschäftswesen in vielen Religionen als Teil des Irdischen und Weltlichen und fern von jeder spirituellen Sphäre. Jesus jagt die Händler aus dem Tempel – Geld hat in der heiligen Stätte nichts verloren, es entweiht sie sogar.

Die spirituelle Einbettung des Money Mindset folgt dem einfachen Gedanken, dass mit der richtigen Geisteshaltung, das Geld zu dir zurückkehrt. Entwickelst du ein positives Verhältnis zu Geld, entwickelt es ein positives Verhältnis zu dir. Eine etwas esoterische Vorstellung einer Energie, die manifestiert in Form von Münzen oder Scheinen oder Zahlen durch die Welt fließt und dort hängen bleibt, wo sie willkommen ist.

Wie steht es um dein Money Mindset?

Egal, wie ernst man die Kraft des Universums nehmen möchte, eine Beschäftigung mit dem eigenen Verhältnis zu Geld, kann auf jeden Fall sehr aufschlussreich sein und kann tatsächlich helfen, die eigenen finanziellen Anliegen zu klären. Eine ältere Studie aus den USA zeigt, dass Leute, die Geld insgesamt weniger achten auch selbst weniger Geld verdienen

Um dein eigenes Money Mindset auszubilden, solltest du verschiedene Punkte ins Auge fassen:

#Wahrnehmung

Wie nimmst du beispielsweise Geld emotional wahr? Welche Gefühle assoziierst du damit? Und weiterführend: Welche Haltung hast du zu Geld und Finanzen, vielleicht zu unserem Wirtschaftssystem und reichen Menschen?

Du solltest dabei genau abwägen, was tatsächlich deiner Einstellung entspricht und auf deinen Erfahrungen mit Geld beruht und was du, vielleicht unbewusst, gelernt bzw. übernommen hast.

#Glaubenssätze

Um Geld ranken sich viele Glaubenssätze, die man von Kindheit an gehört und nie infrage gestellt hat: Geld ist dreckig. Geld macht nicht glücklich. Das Geld reicht nie etc. Häufig wird viel Geld mit einem schlechten Charakter oder mangelnder Geschäftsmoral assoziiert. Viele dieser Sätze prägen sich ohne eigene Reflexion ein. Aber wenn du beispielsweise zu wenig Geld hast und gerne mehr verdienen würdest, handelst du wiederum gegen deine eigene Überzeugung, wenn du Geld eigentlich für schlecht hältst oder davon überzeugt bist, dass es sowieso – egal, was du tust – nie reichen wird. Das alte Problem der selbsterfüllenden Prophezeiung.

#Verstehen

Wichtig ist also, zu verstehen, was dich in deiner Haltung beeinflusst hat und die eigenen Positionen solange zu hinterfragen, bis du deine Sichtweise auf das Thema Geld – dein eigenes Money Mindset – entwickelt hast. Ein bedeutender Teil der Entscheidungen, die du fällst, und deiner Handlungen, konstituiert sich im Unbewussten. Um deinen Umgang mit Geld zu ändern, solltest du das Thema umfassend betrachten und dir Zeit geben, damit sich die neuen Denkweisen einprägen und zu neuem Verhalten führen können. Anhand von konkreten Fragen kannst du deinen Anspruch an deine finanzielle Situation und deine Vorbehalte besser herausfinden:

#Finanzielle Grenzen

Wo liegt das Mindesteinkommen, das du benötigst um zu überleben und wie hoch ist dein Wunscheinkommen, mit dem du wirklich gut leben würdest?

#Rechnungen

Wie reagierst du auf Rechnungen? Fühlst du Stress oder freust du dich, dass du nun endlich die Arbeit der anderen würdigen darfst? Und wie steht es um Rechnungen, die du selbst (beispielsweise als Selbstständige) stellst?

Das hängt natürlich stark mit Wertschätzung zusammen. Welchen finanziellen Wert misst du deiner Arbeit bei, z.B. in Gehaltsverhandlungen oder wenn du einem Kunden eine Rechnung schreibst? Gerade Frauen stufen sich oft zu niedrig ein, vielleicht weil sie bescheidener erzogen wurden oder werden, über weniger Selbstvertrauen verfügen. Und natürlich, weil ausbleibender finanzieller Erfolg bei Frauen gesellschaftlich weniger dramatisch gewertet wird als bei Männern. Aber auch das gilt es zu hinterfragen und neu zu betrachten. Wie gehen deine Eltern mit Geld um, was für Jobs haben sie und wie betrachten sie ihre eigene Tätigkeit? Familiäres Umfeld und gesellschaftliche Schicht haben sicherlich dein Bild geprägt.

#Beziehung

Zu Geld hast du, wie zu allem anderen auch, eine Beziehung. Vielleicht denkst du nicht bewusst darüber nach, aber wenn du es tust, dann kannst du sie beschreiben: Wie eng ist sie? Und wie wichtig ist sie dir? Wie vertrauensvoll? 

Wie auf alle anderen Beziehungen kannst du auch auf diese Beziehung einwirken und sie gestalten: Wo verläuft die Grenze zwischen einer verantwortungsvollen Haltung gegenüber deiner Zeit, Mühe und Arbeit und beispielsweise übertriebenen unberechtigten Preis-/ Gehaltsvorstellungen und unfairen Methoden? Ähnlich wie du irgendwann wahrscheinlich mal einen Kleidungsstil entwickelt hast, kannst du auch einen unternehmerischen bzw. finanziellen Stil ausbilden. Wann ist Großzügigkeit angemessen und wann Sparsamkeit?

#Neue Glaubenssätze

Ein positives Money Mindset erfordert, sich von vielen überkommenen Glaubenssätzen zu befreien und Geld als ein neutrales Gestaltungsmittel zu begreifen. Geld muss nicht schlecht sein, aber du kannst es auf asoziale Art erwirtschaften oder verwenden. Willst du die Welt verbessern, ist es mit viel Geld einfacher als mit wenig. 

Wie möchtest du leben und wie viel Geld brauchst du, um dich wohlzufühlen? Wofür willst du es ausgeben? Geld ist immer die Möglichkeit zur eigenen Entwicklung oder Verwirklichung von Träumen, unabhängig davon, wie materialistisch oder konsumorientiert man ist. 

Versuche neue, wirklich passende Glaubenssätze zu finden, und nach deinem individuellen Money Mindset zu leben. Mit einer bewussten Haltung zu deinen Finanzen übernimmst du Verantwortung für deine Träume und wer weiß – vielleicht auch für gesellschaftliche Visionen!

Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, diesen Beitrag zu lesen. Wir sind hier, um dich so gut es geht in dieser schweren Zeit zu unterstützen. Hast du Fragen oder Anregungen? Wir sind für dich da. Schreib uns einfach!

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